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Tool zur Festlegung des Performancelevels

Die bestimmung des Performancelevels muss für jede Sicherheitsfunktion und ohne Berücksichtigung der hierdurch erreichten Risikominderung durchgeführt werden. Dies gilt nicht für technische Sicherheitsmaßnahmen, welche unabhängig von der Steuerung sind. Beispielhaft können hier mechanisch trennende Schutzeinrichtung genannt werden.

</p> <h6>Performancelevel</h6> <p>

1
Schwere der Verletzung

Bei diesem Punkt sind die Auswirkungen von Unfällen und die  normalerweise zu erwartenden Heilungsprozesse anzunehmen.

2
Häufigkeit und/oder Dauer der Gefährdungsexposition

Häufigkeit und/oder Dauer der Gefährdungsexposition: Richtwert für die Häufigkeit Eingriffe, die häufiger als einmal je Stunde vorgenommen werden, gelten in der Regel als häufig. Allerdings handelt es sich bei dieser Empfehlung nicht um einen normativen Wert. Gefährdungsexposition: Bei der Gefährdungsexposition muss das Verhältnis zur gesamten Nutzungszeit der Maschine berücksichtigt werden. Als Beispiele sollen hier ein automatisiertes Bearbeitungszentrum und eine manuell zu beschickende Presse dienen. Wenn das Bearbeitungszentrum nur einmal im Jahr eingerichtet werden muss, liegt im Vergleich zur Nutzungsdauer, eine relativ kurze Gefährdungsexposition vor. Bei der Presse wird allerdings regelmäßig in den Gefahrenbereich gegriffen, jeden Beschickungszyklus, aus diesem Grund ist die Gefährdungsexposition im Vergleich zur Nutzungsdauer relativ lang.

3
Möglichkeit zur Vermeidung der Gefährdung

Möglichkeit zur Vermeidung der Gefährdung oder Begrenzung des Schadens: Hiermit soll berücksichtigt werden, wieviel Zeit dem Bediener bleibt, auf eine mögliche Gefährdung zu reagieren, bevor Personen verletzt werden. Hohe Geschwindigkeiten reduzieren beispielsweise die Chance des Bedieners sich aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Bei der Bewertung müssen die physikalischen Grenzen und nicht Begrenzungen durch steuerungstechnische Komponenten bedacht werden, da diese versagen könnten.